Die Zeitung der Zukunft

Über die Zeitung der Zukunft sind schon sehr viele Artikel und Berichte erschienen, die Bachelor Thesis von Stefan Aebischer  gibt einige sehr gute und praktische Hinweise zur ganzen Problematik. Offenbar hat noch niemand die richtige und allgemein gültige Lösung gefunden, sonst wäre das leidige Thema längst vom Tisch.

Die grosse Herausforderung liegt darin, die verschiedenen Bedürfnisse und Ansprüche einer grossen heterogenen Gruppe als Produkt zu bündeln. Das heisst, eine mögliche Lösung wäre eine hoch parametrisierbare Schöpfung, welches im klassischen Sinne nicht mehr als Zeitung betrachtet werden kann.

Eine vage, aber realisierbare Idee

Der Leser sollte die Möglichkeit haben, das Produkt zu parametrisieren. Das heisst, er kann seine Interessen und Präferenzen festlegen. Die Hauptrubriken (zum Beispiel International,  Schweiz, Zürich, Graubünden, Wirtschaft, Feuilleton, Digital, Sport etc.) sind gegeben. Der Benutzer legt die Informationsvielfalt fest.

Zeitung_der_Zukunft_iplotz

Im obigen Beispiel der Rubrik International möchte der Leser ausschliesslich Informationen aus Europa, alle wichtigen Meldungen sollen aufgelistet werden (Top Schlagzeilen). Das Interesse gilt vor allem Norwegen und Schweden. An Artikeln mit dem Stichwort Erdöl ist der Abonnent besonders interessiert.
Der Interessent zieht kürzere Artikel (Informations-Dichte) vor, dafür liest er gerne viele Berichte (Artikel-Dichte).  Texte sollen gegenüber Audio- und Video-Beiträgen dominieren. Aufgrund der gewählten Parameter wird die Zeitung massgeschneidert zusammengestellt. Je nach Geschäftsmodell lässt sich auch gezielt Werbung platzieren. Der Preis der Zeitung berechnet sich durch die Anzahl, Tiefe und Art der Artikel, meiner Meinung nach darf (und muss) hochwertiger Journalismus etwas kosten.

Die Herausforderung dieses vagen Modells besteht darin, einen Artikel in verschiedenen Längen (Informations-Dichte) zur Verfügung zu stellen. In jedem Falle muss das Geschriebene einen zusammenhängenden Eindruck machen. Gleichzeitig müssen dem Artikel verschiedene Tags zugeordnet werden können.

Beide Herausforderungen liessen sich mit einer (noch zu erfindenden) XML-Sprache (NPML – Newspaper Markup Language) lösen. Diese Lösung würde verschiedenen Redaktionen die Möglichkeit geben, gezielt Artikel auszutauschen.

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