Datenvisualisierung – einige Werkzeuge

Einleitung

Im täglichen Leben werden wir permanent mit Daten konfrontiert. Es gibt regelmässig neue Zahlen über Arbeitslosigkeit, Ausgaben, Import, Export etc. Wie können wir die Daten so darstellen, dass diese verständlich und interpretierbar sind? Der Weg ist einfach: Die Daten liefern uns Informationen, diese verdichten sich zu Wissen und dann hoffentlich zu Erkenntnis (oder Klugheit) über die Zusammenhänge der Daten. Am Schluss sollten wir in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen.

Die Kunst ist nun, die Daten zu suchen, filtern, visualisieren und daraus eine spannende Geschichte zu erzählen.

Sieben Schritte sind zum Ziel notwendig

1. Schritt: Fragestellung

Im ersten Schritt muss ich wissen, was ich überhaupt wissen oder untersuchen möchte. Das heisst, ich muss eine aussagekräftige Fragestellung finden. Anschliessend ist es notwendig, die Fragestellung zu erweitern und herauszufinden, auf welche Aspekte ich mich konzentrieren möchte:

  • Was will ich herausfinden?
  • Was will ich zeigen?
  • Welche Zahlen will ich vergleichen?

2. Schritt: Daten suchen und finden

Zum Glück stehen im Internet viele Datenquellen zur Verfügung. Schlussendlich liegt es aber in meiner Verantwortung zu verifizieren, ob die Daten auch stimmen können.  Hier einige Links:

3. Schritt: Daten bereinigen und filtern

Meist liegen die Daten nicht in der gewünschten Form vor, die Inhalte müssen editiert und gefiltert werden. Auch für diese Aufgaben gibt es Werkzeuge:

  • Das Firefox Plug-In Outwit Hub erlaubt, von einer Webpage (z.B. Wikipedia) Daten in Tabellenform zu extrahieren und als Excel Datei zu speichern
  • Mit Google Refine lassen sich die Daten bereinigen und allfällige Inkonsistenzen eliminieren.

4. Schritt: Daten visualisieren

Für das Visualisieren gibt es verschiedene Werkzeuge. Ich kann Microsoft Excel oder Adobe Illustrator verwenden. Mit Google Drive, dem Tool IBM Many Eyes, Google Chart Editor oder den Google Fusion Tables gibt es mehr Möglichkeiten und Optonen die Zahlen darzustellen.

Mit der Google Visualization API oder D3 lassen sich Charts mit Javascript oder bei JP Graph mit PHP programmieren.

5. Schritt: Daten gestalten

Für das Gestalten gibt es eine Menge von Hinweisen im Netz, angefangen von Hichert bis über die Klassiker der Chartformatierung:

  • Stephen Few: Communicate with numbers (PDF)
  • Stephen Few: Show me the numbers (PDF)
  • Colin Ware: Visual thinking for Design
  • Bücher von Edward Tufte
  • Artikel Data Visualization – Mach die Daten schön
  • Show me the Data, Vorträge

6. Schritt: Interaktivität einbauen

Die Daten müssen verglichen, sortiert, gefiltert und angeordnet werden können. Diese Interaktivität muss in der Regel ausprogrammiert werden. Das Beispiel des GED zeigt dies wunderbar:

Warenhandel einiger europäischer Länder

7. Schritt: Geschichte erzählen

Die Literatur zu diesem Thema ist gross, ich empfehle das Buch  «Texten fürs Web: planen, schreiben, multimedial erzählen» von Stefan Heijnk.

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